Liebe Jagdfreunde,
Gestern habe ich zwei „Ehemalige“ getroffen und wir sind ins Gespräch gekommen – Niederwild. Man erzählte, als Jäger könne man ja nichts machen, wenn einem die Flächen nicht gehören würden. Das ist FALSCH! Jeder Jäger kann in seinem Revier seine „Hausaufgaben“ machen und zwar das Raubwild kurz halten.
Es ist für mich schon eine Schande, wie viele Jäger ins Revier gehen und das Raubwild laufen lassen und dieses mit der Begründung: Die Füchse würden die Mäuse kurz halten. Der territoriale Altfuchs hat das Jagen gelernt und holt sich viel lieber größere Beute, die Jungfüchse die das Jagen erst noch lernen müssen holen wesentlich mehr Mäuse. Waldkauz, Bussard und viele weitere sind wahre Mäusejäger.
Hasen kann man auch mit Prossholz – Obstbaumschnitt, Weidenästen aber auch mit Futterrüben und Klee- oder Kräuterheu helfen. Dieses sollte auf freier Fläche ausgelegt werden oder in Streuobstwiesen. Das Heu am besten in taschenähnlichen Drahtgeflecht an die Obstbäume hängen, damit es nicht direkt in der Nässe liegt.
Für Vögel muss der Jäger Futterautomaten ins Revier stellen. Für Rebhühner kleine Futterautomaten ins Feld, mit einem Mindestabstand von150 Meter an Ackerränder, dort wo ein Acker an den nächsten stößt. Der Fasan will in der Hecke seinen Futterautomaten. Schütten sind veraltet! Man füttert damit Ratten und Mäuse und wenn die Schütten noch am Heckenrand stehen dann wird auch der letzte Fasan von den Prädatoren geholt.
Los Ihr Jäger – macht was für unser Niederwild, holt euch die Prädatoren und unterstützt „Fellwechsel“ vom LJV Baden Württemberg.
Euer Matthias Roscher