Seit vielen Jahren erlebe ich, dass viele „Drückjagden“ nicht Wildtiergerecht und mit der nötigen Professionalität ausgeführt werden, das muss nicht sein! Eine Gesellschaftsjagd sollte jedem Beteiligten Spaß machen und mit der nötigen Ernsthaftigkeit, Disziplin und Weitblick durchgeführt werden. Welche Punkte müssen berücksichtigt werden?

  1. Ausreichend Wild muss vorhanden sein. Hier empfiehlt es sich die tatsächlichen Wildbeobachtungen der letzten Monate und Wochen mal aufzuschreiben und mit der nötigen Ehrlichkeit zu bewerten.
  2. Die Einstände, in denen sich das Wild tagsüber aufhält, müssen bekannt sein. Denn nur diese Einstände sollten von den Treibern durchgedrückt werden und nicht das ganze Revier. Sonst ist auch bei wenig Wild der Verbiss vorprogrammiert. Unsere Wildtiere fahren in der vegetationsruhigen Zeit den Stoffwechsel herunter benötigen aber den Ausgleich von Energie, die bei der Beunruhigung, durch die Jagd verbraucht wurde.
  3. Die Wildwechsel müssen ebenfalls bekannt sein, um die Schützen richtig zu platzieren. Schützenstände sollten schon frühzeitig ausgewählt werden. Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Ideal sind Stände bei denen der Schütze Übersicht hat aber das Wild noch im Bestand zieht, Achtung auf Freiflächen wird das Wild immer hochflüchtig!

Drückjagden oder Gesellschaftsjagden, bei denen das Wild nicht angesprochen wird, insbesondere “Rehjagden“ bei denen nicht angesprochen wird, haben nichts mit Jagd zu tun!

Revierinhaber, die diese 3 Grundlagen berücksichtigen, werden auch Erfolg haben! Wer der Meinung ist, dass könne man mit vielen Teilnehmer und Hundemeuten und durch das Durchtreiben des ganzen Revieres kompensieren, wird mit dem “Großaufgebot“ nur kleine oder gar keine Erfolge haben. Ich überlasse es jedem selbst zu entscheiden und wünsche viel Weidmannsheil.

 


Euer Matthias Roscher

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